Die giftigsten Tiere Deutschlands sind unter anderem die Kreuzotter (Schlange), die Gartenkreuzspinne (Spinne) und die Aspisviper (Schlange). Unter den in Deutschland beheimateten Gifttieren sind neben Schlangen auch Spinnen, Insekten und Fische. Sie können dem Menschen zwar schaden, gelten jedoch nicht als tödlich.

Giftigste Tiere in Deutschland
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Wenn man an giftige Tiere denkt, fallen einem in der Regel eher exotische Länder und Regionen dieser Welt ein. Dass es in Australien, Indien und den USA viele giftige Tiere gibt, ist weithin bekannt. Auch in Afrika, Asien und Südamerika finden sich Schlangen und Spinnen, die für den Menschen gefährlich sein können.

Aber auch in Europa findet man das ein oder andere Tier, das über ein Gift verfügt, das dem Menschen schaden kann. In Deutschland etwa gibt es giftige Schlangen, Spinnen und Käfer, die kaum jemand kennt.

Top 9: Giftige Tiere in Deutschland

Obwohl keines der Gifttiere als lebensbedrohlich beziehungsweise tödlich für den Menschen gilt, können sie dem Körper dennoch Schaden verursachen. Bei einigen sollte man auch einen Arzt aufsuchen. Hier findet man die giftigsten Tiere in Deutschland:

  1. Kreuzotter (Schlange)
  2. Gartenkreuzspinne (Spinne)
  3. Ammen-Dornfinger (Spinne)
  4. Wasserspinne (Spinne)
  5. Aspisviper (Schlange)
  6. Petermännchen (Fisch)
  7. Eichen-Prozessionsspinner (Insekt)
  8. Schwarzblauer Ölkäfer (Insekt)
  9. Feuersalamander (Amphibie)

Kreuzotter

Kreuzotter - Canva
Kreuzotter

Die Kreuzotter (Vipera berus) gilt als die giftigste Schlange Europas. Sie lebt in Wäldern in Nord-, Mittel- und Ost-Europa - so auch in Deutschland. Ihr Gift ist potentiell stärker als das der Diamant-Klapperschlange in Nordamerika. Aufgrund der geringen Giftmenge bei einem Biss, verurascht die Kreuzotter jedoch nur starke Schmerzen und ist für den Menschen nicht lebensgefährlich. Man sollte dennoch einen Arzt aufsuchen.

Gartenkreuzspinne

Gartenkreuzspinne - Canva
Gartenkreuzspinne

Die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) lebt bevorzugt in Hecken und Wäldern Mitteleuropas und gilt als eine der giftigsten Spinnen des Kontinents. Sie ist auch in Deutschland beheimatet. Ihr Biss ist durchaus schmerzhaft und führt beim Menschen zu Schwellungen. Das Gift der Spinne ist jedoch nicht lebensgefährlich für den Menschen. Eine medizinische Behandlung wird dennoch empfohlen.

Die Gartenkreuzspinne gilt als giftigste Spinne in Deutschland, gefolgt vom Ammen-Dornfinger und der Wasserspinne.

Ammen-Dornfinger

Ammen-Dornfinger - Canva
Ammen-Dornfinger

Der Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium) - oder einfach nur Dornfinger genannt - ist eine der wenigen Spinnen in Deutschland, die dem Menschen gefährlich werden kann. Nach einem Biss sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Auch wenn ein Biss der giftigen Spinne nicht tödlich ist, führt er doch zu erheblichen Schmerzen, Schwellungen und Übelkeit.

Wasserspinne

Wasserspinne - Canva
Wasserspinne

Die Wasserspinne (Argyroneta aquatica) - auch Silberspinne genannt - lebt in ruhigen Gewässern in weiten Teilen Europas. So kommt sie auch in Deutschland vor. Ihr Gift gleicht dem einer Wespe und führt zu Schwellungen und starken Schmerzen. Ein Arztbesuch wird daher empfohlen.

Aspisviper

Aspisviper - Canva
Aspisviper

Die Aspisviper (Vipera aspis) ist eine der wenigen Giftschlangen Europas, die auch in Deutschland beheimatet ist und dem Menschen schaden kann. Sie lebt bevorzugt in felsigen Regionen in höheren Lagen. Ein Biss der Viper kann zu starken Schmerzen führen, gilt aber nicht als lebensgefährlich oder tödlich.

Petermännchen

Petermännchen - Canva
Petermännchen

Das Petermännchen (Trachinus draco) lebt in Küstennähe im östlichen Atlantik, in der Nordsee und im Mittelmeer. Es verfügt über Giftstachel, die zu erheblichen Schwellungen und Schmerzen führen können. Aufgrund seiner Lebensweise wird der kleine Fisch häufig übersehen. Er vergräbt sich tagsüber fast zur Gänze im Sand, wodurch Menschen sehr häufig auf ihn treten. Dabei wird das Gift des Petermännchens direkt in den Körper injiziert.

Eichen-Prozessionsspinner

Eichen-Prozessionsspinner - Canva
Eichen-Prozessionsspinner

Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling, dessen Raupen sehr giftig und gefährlich sein können. Die Raupen befinden sich häufig in Nestern auf Bäumen - auch in belebten Regionen, Parks und Städten. Bei Berühung der weißen Brennhaare wird ein Eiweißgift injiziert, das zu Reizungen der Haut (Raupendermatitis) führen kann. Die Brennhaare des Eichen-Prozessionsspinners können zudem über weite Strecken in der Luft fliegen. Berühungen sollte man daher unbedingt vermeiden.

Schwarzblauer Ölkäfer

Schwarzblauer Ölkäfer - Canva
Schwarzblauer Ölkäfer

Der schwarzblaue Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) lebt auf Wiesen und an Waldrändern in Europa - so auch in Deutschland. Er verfügt über ein Gift, das zu starken Reizungen beim Menschen führen kann. Es wurde in der Vergangenheit auch als Potenzmittel verwendet, da es Erektionen fördern kann. Es führt jedoch auch zu sehr starken Schmerzen, sodass man den Kontakt mit dem Ölkäfer besser meiden sollte.

Feuersalamander

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Feuersalamander

Die Haut des Feuersalamanders (Salamandra salamandra), der auch in Deutschland beheimatet ist, gilt als giftig, jedoch für den Menschen eher harmlos und ungefährlich. Es kann zwar in seltenen Fällen zu leichten Reizungen führen, soll jedoch primär Feinde abwehren. Das Gift wird dabei aus den Hautdrüsen abgesondert.

Stand: 11/2020

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